Energiewende-Kosten

23.01.2026

18,7 Mio €

EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.

17,3 Mio € modelliert1,4 Mio € amtlicher Aufschlag

Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).

Einordnung

Rang 217 von 265 Tagen in 2026. Median: 40,9 Mio €. Teuerster Tag: 01.05.2026 mit 114,5 Mio €.

Keine Stunde mit negativem Börsenpreis.

Nach Technologie

Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (17,3 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.

Biomasse8,5 Mio €Wind offshore5,4 Mio €Solar3,4 Mio €Geothermie0,1 Mio €Wasserkraft0,0 Mio €Wind onshore-0,1 Mio €

Welcher Topf?

Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto

18,7 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
6,3 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist

Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis

96 Redispatch-Maßnahmen, 183 308,6 MWh

Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 78 334,4 MWh heruntergefahren, 104 974,2 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.

Nach Primärenergieart: Konventionell 112 921,0 MWh, Erneuerbar 44 770,9 MWh, Sonstiges 25 616,8 MWh.

Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 159 222,1 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK1 23 068,0 MWh, Probefahrt 560,0 MWh, Strom- und Spannungsbedingter RD 458,5 MWh.

Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: TenneT DE 92 070,4 MWh, Amprion 61 403,0 MWh, TransnetBW 23 002,2 MWh, 50Hertz 6 833,0 MWh.

Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.

Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist

Zum Methodenvergleich

Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik

Wofür gezahlt wurde

An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 849,7 GWh ins Netz. Nach Technologie: Wind onshore 451,3 GWh, Wind offshore 168,5 GWh, Biomasse 107,7 GWh, Solar 88,5 GWh, Wasserkraft 33,2 GWh, Geothermie 0,5 GWh.

Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.

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Energiewende-Kosten: „23.01.2026: 18,7 Mio € EEG-Differenzkosten“. Datenstand 2026-09-23.
https://energiewende-kosten.de/tag/2026-01-23/

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