23.06.2025
72,6 Mio €
EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.
Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).
Einordnung
Rang 44 von 365 Tagen in 2025. Median: 42,5 Mio €. Teuerster Tag: 11.05.2025 mit 111,8 Mio €.
9,00 Stunden mit negativem Börsenpreis.
Nach Technologie
Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (52,5 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.
Welcher Topf?
Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto
72,6 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
93,9 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten
Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist
Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis
132 Redispatch-Maßnahmen, 160 593,2 MWh
Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 74 885,7 MWh heruntergefahren, 85 707,5 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.
Nach Primärenergieart: Konventionell 77 419,8 MWh, Erneuerbar 61 248,5 MWh, Sonstiges 21 925,0 MWh.
Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 133 673,5 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK1 11 735,0 MWh, Probestart (NetzRes) 10 207,5 MWh, Spannungsbedingter Redispatch 4 517,5 MWh, Strom- und Spannungsbedingter RD 287,7 MWh, Testfahrt (bnBm) 100,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK2 69,0 MWh, Testfahrt (KapRes) 3,0 MWh.
Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: TenneT DE 74 727,2 MWh, Amprion 38 481,0 MWh, TransnetBW 36 543,0 MWh, 50Hertz 10 842,0 MWh.
Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.
Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist
Zum Methodenvergleich
Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik
Wofür gezahlt wurde
An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 1 080,0 GWh ins Netz. Nach Technologie: Wind onshore 585,7 GWh, Solar 287,1 GWh, Biomasse 89,4 GWh, Wind offshore 76,1 GWh, Wasserkraft 41,5 GWh, Geothermie 0,2 GWh.
Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.