Energiewende-Kosten

01.06.2026

35,1 Mio €

EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.

23,8 Mio € modelliert11,3 Mio € amtlicher Aufschlag

Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).

Einordnung

Rang 154 von 265 Tagen in 2026. Median: 40,9 Mio €. Teuerster Tag: 01.05.2026 mit 114,5 Mio €.

Keine Stunde mit negativem Börsenpreis.

Nach Technologie

Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (23,8 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.

Solar17,0 Mio €Biomasse6,7 Mio €Wind offshore0,5 Mio €Geothermie0,0 Mio €Wind onshore0,0 Mio €Wasserkraft-0,3 Mio €

Welcher Topf?

Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto

35,1 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
8,4 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist

Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis

21 Redispatch-Maßnahmen, 14 913,8 MWh

Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 3 213,8 MWh heruntergefahren, 11 700,0 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.

Nach Primärenergieart: Konventionell 13 575,5 MWh, Sonstiges 1 002,5 MWh, Erneuerbar 335,8 MWh.

Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 14 849,8 MWh, Probefahrt 64,0 MWh.

Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: Amprion 8 948,0 MWh, TransnetBW 5 630,0 MWh, TenneT DE 265,8 MWh, 50Hertz 70,0 MWh.

Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.

Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist

Zum Methodenvergleich

Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik

Wofür gezahlt wurde

An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 607,2 GWh ins Netz. Nach Technologie: Solar 387,5 GWh, Biomasse 86,9 GWh, Wind onshore 69,4 GWh, Wasserkraft 52,4 GWh, Wind offshore 10,6 GWh, Geothermie 0,3 GWh.

Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.

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Energiewende-Kosten: „01.06.2026: 35,1 Mio € EEG-Differenzkosten“. Datenstand 2026-09-23.
https://energiewende-kosten.de/tag/2026-06-01/

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