29.01.2026
15,3 Mio €
EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.
Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).
Einordnung
Rang 237 von 265 Tagen in 2026. Median: 40,9 Mio €. Teuerster Tag: 01.05.2026 mit 114,5 Mio €.
Keine Stunde mit negativem Börsenpreis.
Nach Technologie
Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (14,2 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.
Welcher Topf?
Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto
15,3 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
-4,6 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten
Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist
Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis
66 Redispatch-Maßnahmen, 107 706,8 MWh
Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 35 279,0 MWh heruntergefahren, 72 427,8 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.
Nach Primärenergieart: Konventionell 67 370,2 MWh, Sonstiges 29 548,5 MWh, Erneuerbar 10 788,1 MWh.
Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 81 309,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK1 26 288,0 MWh, Probefahrt 80,0 MWh, Strom- und Spannungsbedingter RD 22,8 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK2 7,0 MWh.
Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: TenneT DE 60 267,8 MWh, Amprion 25 159,0 MWh, TransnetBW 15 042,0 MWh, 50Hertz 7 238,0 MWh.
Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.
Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist
Zum Methodenvergleich
Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik
Wofür gezahlt wurde
An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 629,0 GWh ins Netz. Nach Technologie: Wind onshore 294,1 GWh, Wind offshore 182,8 GWh, Biomasse 106,9 GWh, Wasserkraft 33,4 GWh, Solar 11,2 GWh, Geothermie 0,5 GWh.
Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.