14.12.2025
22,8 Mio €
EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.
Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).
Einordnung
Rang 282 von 365 Tagen in 2025. Median: 42,5 Mio €. Teuerster Tag: 11.05.2025 mit 111,8 Mio €.
Keine Stunde mit negativem Börsenpreis.
Nach Technologie
Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (19,4 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.
Welcher Topf?
Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto
22,8 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
23,6 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten
Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist
Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis
91 Redispatch-Maßnahmen, 150 451,8 MWh
Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 49 018,3 MWh heruntergefahren, 101 433,5 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.
Nach Primärenergieart: Konventionell 87 496,5 MWh, Erneuerbar 35 939,8 MWh, Sonstiges 27 015,5 MWh.
Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 125 062,6 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK1 24 990,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK2 382,0 MWh, Strom- und Spannungsbedingter RD 17,2 MWh.
Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: TenneT DE 68 246,3 MWh, Amprion 34 616,0 MWh, 50Hertz 34 252,0 MWh, TransnetBW 13 337,5 MWh.
Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.
Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist
Zum Methodenvergleich
Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik
Wofür gezahlt wurde
An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 707,6 GWh ins Netz. Nach Technologie: Wind onshore 368,5 GWh, Wind offshore 163,4 GWh, Biomasse 107,4 GWh, Wasserkraft 36,8 GWh, Solar 30,9 GWh, Geothermie 0,6 GWh.
Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.