03.09.2025
64,4 Mio €
EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.
Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).
Einordnung
Rang 80 von 365 Tagen in 2025. Median: 42,5 Mio €. Teuerster Tag: 11.05.2025 mit 111,8 Mio €.
3,00 Stunden mit negativem Börsenpreis.
Nach Technologie
Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (44,2 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.
Welcher Topf?
Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto
64,4 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
58,9 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten
Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist
Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis
88 Redispatch-Maßnahmen, 90 417,0 MWh
Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 39 642,0 MWh heruntergefahren, 50 775,0 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.
Nach Primärenergieart: Konventionell 46 126,5 MWh, Erneuerbar 28 145,0 MWh, Sonstiges 16 145,5 MWh.
Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 68 306,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK1 11 935,0 MWh, Probefahrt 9 893,0 MWh, Strom- und Spannungsbedingter RD 270,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK2 13,0 MWh.
Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: TenneT DE 48 127,2 MWh, Amprion 28 465,0 MWh, TransnetBW 7 325,8 MWh, 50Hertz 6 499,0 MWh.
Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.
Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist
Zum Methodenvergleich
Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik
Wofür gezahlt wurde
An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 946,2 GWh ins Netz. Nach Technologie: Wind onshore 446,7 GWh, Solar 260,9 GWh, Wind offshore 100,7 GWh, Biomasse 90,9 GWh, Wasserkraft 46,5 GWh, Geothermie 0,4 GWh.
Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.