24.01.2025
20,8 Mio €
EEG-Differenzkosten dieses Tages — Bundeshaushalt, also Steuerzahler.
Die Hauptzahl ist amtlich verankert: die kalibrierten Tage eines Monats summieren sich exakt auf den vom EEG-Konto ausgewiesenen Monatswert. Der modellierte Teil ist bottom-up nachrechenbar; der amtliche Aufschlag enthält Auszahlungen, die das Modell nicht einzeln abbildet (höhere Vergütungen im Anlagenbestand, Flexibilitätsprämie, Mieterstromzuschlag, Nachzahlungen).
Einordnung
Rang 300 von 365 Tagen in 2025. Median: 42,5 Mio €. Teuerster Tag: 11.05.2025 mit 111,8 Mio €.
Keine Stunde mit negativem Börsenpreis.
Nach Technologie
Die Aufteilung bezieht sich auf den modellierten Teil (15,5 Mio €). Der amtliche Aufschlag lässt sich nicht sinnvoll auf einzelne Technologien verteilen, weil er mengenunabhängige Bestandteile enthält — er bleibt deshalb bewusst ungeteilt.
Welcher Topf?
Steuerzahler · Bundeshaushalt, über das EEG-Konto
20,8 Mio € — unsere Rechnung, amtlich kalibriert
26,2 Mio € — dieselben Daten nach der vereinfachten
Methode, die in Videos und Presse verbreitet ist
Stromkunde · Netzentgelte, über den Strompreis
139 Redispatch-Maßnahmen, 258 880,8 MWh
Die Menge zählt beide Richtungen zusammen: 109 488,0 MWh heruntergefahren, 149 392,8 MWh zum Ausgleich hochgefahren. Redispatch verschiebt Erzeugung, er erzeugt nicht zusätzlich.
Nach Primärenergieart: Konventionell 163 054,5 MWh, Erneuerbar 66 375,0 MWh, Sonstiges 29 451,2 MWh.
Nach amtlich gemeldetem Grund: Strombedingter Redispatch 231 924,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK1 26 400,0 MWh, Strombedingter Countertrade DE-DK2 345,0 MWh, Strom- und Spannungsbedingter RD 211,8 MWh.
Nach anweisendem Übertragungsnetzbetreiber: TenneT DE 111 716,8 MWh, Amprion 73 648,0 MWh, 50Hertz 37 138,0 MWh, TransnetBW 36 378,0 MWh.
Der amtliche Datensatz enthält keine Kosten — ein Euro-Betrag wäre geschätzt und steht deshalb hier nicht.
Diese beiden Blöcke werden nicht addiert. Sie werden aus verschiedenen Kassen bezahlt. Warum das wichtig ist
Zum Methodenvergleich
Die vereinfachte Methode multipliziert die gesamte Erzeugung mit einem Durchschnitts-Vergütungssatz und zieht den Börsenerlös ab. Sie überzählt, weil sie auch Strom ohne EEG-Anspruch einrechnet und Anlagen in der Direktvermarktung falsch behandelt — und sie unterzählt zugleich, weil ihr reale Auszahlungsbestandteile fehlen. An manchen Tagen heben sich diese Fehler auf, an anderen nicht. Ausführlich in der Methodik
Wofür gezahlt wurde
An diesem Tag speisten die EEG-Technologien 1 090,4 GWh ins Netz. Nach Technologie: Wind onshore 759,1 GWh, Wind offshore 124,1 GWh, Biomasse 104,5 GWh, Solar 59,4 GWh, Wasserkraft 42,8 GWh, Geothermie 0,5 GWh.
Nicht diese gesamte Menge löst Zahlungen aus: Ein Teil läuft über sonstige Direktvermarktung, ausgeförderte Anlagen oder Eigenverbrauch und erhält kein EEG-Geld. Aus Kosten und Menge lässt sich deshalb kein Fördersatz je Kilowattstunde bilden.